Sizilienreise

Ev. Frauenverein Lützelsachsen auf der geschichtsträchtigen Mittelmeerinsel

 

Gruppenbild Sizilienreise

Quelle: Frauenverein

Die diesjährige große Reise des evangelischen Frauenvereins führte vom 31. August bis 10. September nach Sizilien. Man erreichte Palermo mit der Fähre  von Genua aus. Die größte Stadt der Insel bot eine Fülle von Sehenswürdigkeiten, vor allem aus der normannisch-staufischen Zeit des Mittelalters: So der Dom von Palermo, in dem die deutschen Kaiser Heinrich VI und Friedrich II begraben wurden.

Besonders spektakulär war der Besuch der normannischen Kathedrale von Monreale mit den herrlichen byzantinischen Mosaiken, die zu den Kostbarsten in ganz Italien zählen.

Am nächsten Tag ging es in das Bergstädtchen Erice – an Stelle des alten Venustempels aus der Griechenzeit stehen heute die Reste einer großen normannischen Burg. Besonders eindrucksvoll war die Besichtigung eines dorischen Tempels aus dem 5. Jahrhundert v.Chr.in Segesta, der bis heute unzerstört geblieben ist und mit seinen gigantischen Ausmaßen imponierte.

Der  Besuch von Selinunt und Agrigent war ganz antiken Bauwerken gewidmet, vor allem dem noch am besten erhaltenen griechischen Tempel Siziliens, dem Concordia Tempel im Tal der Tempel in Agrigent.

Ein weiterers Highlight bot die Römische Villa in Piazza Armerina mit wunderschönen und gut erhaltenen römischen Mosaiken: Auf einer Fläche von über 6000 m²  konnte man vor allem Jagdszenen auf wilde Tiere für den Circus bestaunen, aber auch anmutige Bikinimädchen zierten die Fußböden der reichen Bewohner der Villa. Zuvor hatte man die höchstgelegene Provinzhauptstadt Siziliens, Enna (mit dem Bus) erklommen, wo man eine herrliche Aussicht in die sizilianische Landschaft genießen konnte.

Am Sonntag stand der Besuch des Ätna, des größten aktiven Vulkans der Insel auf dem Programm – einige Mutige fuhren bis auf eine Höhe von 2500 m und konnten die spektakuläre Kraterlandschaft bewundern.

Schon im 19. Jahrhundert war das liebliche Städtchen Taormina beliebter Urlaubsort für Reiche und andere Berühmtheiten, unter anderem die Kaiserin Sissi von Österreich. Das auf dem Monte Tauro gelegene Städtchen ist nicht nur wegen des gut erhaltenen griechisch-römischen Theaters eine Touristenattraktion und, wie es die sehr freundliche, fröhliche und kompetente italienische Reisebegleiterin Angela formulierte, die Stadt ist ein „ Muss“ einer Sizilienreise.

In Catania konnte man das bunte Treiben des Fischmarktes genießen und dann in einer Bio-Orangenplantage ein deftiges Mittagessen einnehmen, das von der Besitzerfamilie serviert wurde.

An der Ostküste beeindruckte  die Stadt Syrakus mit einem archäologischen Park  und der Altstadt auf der Halbinsel Ortygia. Großen Eindruck hinterließ der Dom von Syrakus, der aus einem umgebauten dorischen Tempel besteht, religiöse Kontinuität über 2500 Jahre.

Der letzte Tag auf Sizilien galt der Rückfahrt nach Palermo mit einem Zwischenaufenthalt in Cefalu – hier schloss sich der Kreis der normannischen Großkirchen mit der Kathedrale, ihrem schönen Kreuzgang und den herrlichen byzantinischen Mosaiken.

Eine entspannte Fahrt auf der Fähre und mit dem Bus brachte die Teilnehmer wieder in die Heimat. Die Vorsitzende des Frauenvereins, Jutta Schmitt-Langer dankte herzlich dem Organisationsteam, der aüßerst fachkundigen Reiseführung von Michael Schirpf und niciht zuletzt den Busfahrern für die rundhherum gelungene Reise. Es war die einstimmige Meinung aller Beteiligten, daß diese Reise, wenn auch bei 34°C manchmal sehr schweisstreibend, höchst informativ und für jeden eine grosse Bereicherung war.

Michael Schirpf                                                                                               Zur Bildergalerie