Evangelischer Frauenverein - unterwegs im Baltikum

- 02.10.2013 - 

Barocke Pracht, Jugendstil und mittelalterliche Mauern

Quelle: Ev. Frauenverein

 

Lützelsachsen Viel geboten  wurde bei der Studienreise des evangelischen Frauenvereins Lützelsachsen ins Baltikum. Anzutreffen sind in den baltischen Städten barocke Pracht, Jugendstil und mittelalterliche Mauern. Landschaftspanoramen entlang der Ostseeküste  beeindruckten. Herrliches Wetter begleitete die 33 Reiseteilnehmer.

Der Bus fuhr über Leipzig zum polnischen Ostseebad Kolobrzeg (Kolberg). Am nächsten Tag fuhr man weiter nach Gdansk (Danzig) mit toller Altstadt. Ein bisschen Wehmut war dabei, als man im russischen Kaliningrad sah, was heute noch in der ehemals ostpreußischen Kulturmetropole Königsberg an die Stadt des Philosophen Imanuel Kant erinnert. Ergreifend im wieder aufgebauten Dom das von Tenor Emil Ziegler (MGV 1868 Lützelsachsen) interpretierte altrussische Kirchenlied „Tebe Moem“ (O Herr, gib Frieden, den Frieden dieser Welt). Nach Besuch einer Vogelwarte ging es weiter ins idyllische Fischerdorf Nidda auf der litauischen Seite der kurischen Nehrung (UNESCO Weltnaturerbe).Auch der Hexenberg, der Kurenfriedhof, das Sommerhaus von Thomas Mann und eine Schiffsfahrt durch das Kurische Haff standen auf dem Programm. Selbstverständlich sang die Gruppe vor der Altstadtführung in Kleipeda (ehemals Memel) auf dem Theaterplatz das berühmte ostpreußische Volkslied „Ännchen von Tharau“. Bei Sialiai hielt man am „Berg der Kreuze“. Durch die unzähligen Kreuze auf einem Hügel ein magischer Ort des Glaubens. Auf dem Weg in die pulsierende lettische Hauptstadt und alte Hansestadt Riga lag das prächtige Barockschloss Rundale, einst Sommersitz des Fürsten von Kurland. Berühmt ist Riga für seinen Jugendstil. Es gibt etwa 750 Jugendstilgebäude - mehr als in jeder anderen europäischen Stadt. Die Orgel in der monumentalen Domkirche mit fast 7000 Pfeifen zählt zu den klangvollsten Europas – bei einem Konzert konnte man sich davon überzeugen. Viel Wald begleitete die Gruppe durch die „lettische Schweiz“, den Gauja-Nationalpark. Im estnischen Seebad Pärnu genoss man einen Strandspaziergang, ehe die estnische Hauptstadt Tallinn angesteuert wurde. Fast unverändert ist das Gesicht der mittelalterlichen Altstadt. Am neunten Tag wurde mit dem Schiff nach Helsinki übergesetzt, in dem Felsenkirche, Markt, Senatsplatz und Dom beeindruckten. Abends erfolgte die Einschiffung auf ein komfortables Fährschiff zur erholsamen Rückfahrt über die Ostsee  nach Travemünde und Lübeck, in dem Holstentor und Altstadt nicht  ausgelassen wurden. Im Namen aller Teilnehmer bedankte sich Jutta Schmitt-Langer bei Margot Gaber für die gelungene Reise.

G. J.  (aus Weinheimer Nachrichten, Sept.2013 )