Himmlisches Konzert

Es war der Schlusspunkt einer himmlischen Konzertreihe. Der Heidelberger Motettenchor hatte sie zu Himmelfahrt in Heidelberg-Neuenheim, am Samstag in Wiesloch und am Sonntag in Lützelsachsen zu Gehör gebracht – Marienlieder von Giovanni Pierluigi da Palestrina (1525-1594) bis hin zu Ole Gjeilo (*1978).

Quelle: ekilue

Drei Stücke wurden auf der Orgel begleitet: das Stück von Johannes Brahms für Frauenchor, von Gabriel Fauré für einen Männerchor und von Josef Rheinberger für Mezzosopran. Eva Braunstein (Mezzosporan und Chorsängerin) füllte die Kirche mit ihrer klaren Stimme mit Leichtigkeit. Markus Hammermann und Jochen Braunstein begleiteten die Stücke an der Orgel.
Die verschiedenen Stücke waren zum Teil doppelchörig oder 4 bis 7-stimmig. Die Brahmsschen Volkslieder (op. 22) fielen fast schon aus dem Rahmen. Besonders anrührend trugen die Sängerinnen und Sänger unter der Leitung von Hans Jochen Braunstein auch die Stücke „A Hymn to the Virgin“ von Benjamin Britten und das Ave Maria von Morten Lauridsen (*1943) vor, die reich an auflösenden Dissonanzen die Konzertgemeinde begeisterte. Die Sängerinnen und Sänger entwickelten solch mystisch sphärische Resonanz, dass selbst eine Grille vor der Lützelsachsener Kirche ihre Schwingungen durch die geschlossene Kirchentür nach drinnen schickte. Manch einer wird gedacht haben, die Orgel müsse überholt werden. Die knapp 70 BesucherInnen spendeten reichlich Applaus für das ausgesprochen ansprechende Lützelsachsener Kirchenkonzert.