Sommerkonzert

Rückblick

Mit einem stimmungsvollen Konzert konnte der Heidelberger Motettenchor die zahlreichen Zuhörer in der Evangelischen Kirche in Lützelsachsen erfreuen.

Quelle: Jan Rohland

Günstig hatte sich die Aufstellung des Chors im großen Halbkreis auf den Gesamtklang ausgewirkt. Vom strahlenden Forte bis zum ins Verklingen reichende Piano blieben alle Stimmgruppen stets ausgewogen aufeinander abgestimmt. Auffallend war, dass die Sopranstimmen selbst in den höchsten Höhen ihren runden Klang bewahren konnten. Ebenso überzeugten die Altistinnen mit einer weichen und sonoren Tonproduktion. Ein Lob auch den sechs Männerstimmen, die ihre bis ins Vierstimmige reichenden Passagen klangschön tragend darboten. Kleine Intonationsschwankungen blieben insgesamt nur eine Randerscheinung.
Bei allen Stücken aus der Romantik (sehr ausdrucksstark die Motette des Mendelssohn-Zeitgenossen E. F. Richter) sowie den post-romantischen Werken der zeitgenössischen Komponisten Busto, Mawby, Gjeilo und Esenvalds folgte der Chor dem Dirigenten Hans Jochen Braunstein bei jeder noch so feinen dynamischen und agogischen Nuancierung. Gerade die flexible Behandlung des Tempos konnte man so an vielen Stellen exemplarisch erleben. Nach reichlichem Applaus verabschiedete sich der Chor mit „Verleih uns Frieden gnädiglich“ von Mendelssohn. Eine ältere Dame meinte nach dem Konzert: „Das war Musik für die Seele“.