Dank für 6000 EUR Spenden und aktueller Bericht aus Bad Neuenahr/Ahrweiler
Zum Umgang mit Spenden

Quelle: ekilue
Der Frauenverein hat das Ergebnis der Herbstsammlung auf 4.500 EUR erhöht und der Handarbeitskreis nocheinmal 1.500 EUR draufgelegt. Über die Unterstützung von insgesamt 6.000 EUR freut sich die Evangelische Kirchengemeinde Bad Neuenahr. Pfarrer Bach schreibt in einem Bericht vom 8. Februar 2022:
Ich darf versichern, dass Spenden (wenn sie für die Flutopferhilfe bei uns eingezahlt werden) ausschließlich für Betroffene verwendet werden und ihnen auch direkt ausgezahlt werden. Wir durften bisher Menschen unterstützen, die keine Elementarversicherung haben (entweder bei Eigentum in der Hausgebäudeversicherung oder beim Hausrat).
Zwar wurde in Medien versprochen, dass man für durch die Flut entstandene Schäden bis zu 80% vom Staat erhalten könne, dafür mussten die betroffenen Anträge stellen, die teilweise noch in der Bearbeitung stecken. Daneben stehen Hilfsorganisationen wie die Diakonie, Caritas, Malteser und AWO Betroffenen bei.
Die katholischen und die evangelische Gemeinde in Bad Neuenahr gehen etwas unterschiedlich mit ihren Spenden für Flutopfer um. Ein Großteil – wenn nicht alles von der Katholischen Pfarreiengemeinschaft – ist an die Stadt weitergegeben worden, die wiederum allen im Flutgebiet Wohnenden, das heißt die zur Flut in laut einem Kataster in Flutstraßen wohnten, erhielten einen Einkaufsgutschein im Wert von 125 €, der bei einheimischen Geschäften bis Ende 2022 eingelöst werden kann. Siehe Bericht.
Unsere Spenden, werden an Betroffene ausgezahlt, wobei wir gezielt die unterstützen, die nicht elementar versichert sind oder deren Existenz bedroht ist. Durch Gespräche vor Ort mit den Betroffenen ist gesichert, dass, wenn auch nur als Tropfen auf den heißen Stein, ein wenig Hoffnung weitergegeben wird. Dass dies möglichen ist, verdanken wir privaten Spenden und auch Überweisungen von anderen Kirchengemeinden oder kirchlichen Gruppen. Dafür sagen wir ausdrücklich Dank, auch allen Mitspendern.
In meinen Gesprächen mit Betroffenen erfahre ich immer wieder den Hinweis – selbst bei schwerst Betroffenen – anderen geht es schlimmer, wir haben glücklicherweise keinen Angehörigen verloren. Die Ev. Kirchengemeinde Bad Neuenahr wird wahrscheinlich auch in Zukunft noch spendende Menschen benötigen, um auf diese Weise betroffenen Menschen nahe zu sein und sie zu unterstützen, da wir immer noch neue Kontakte mit Gemeindegliedern wiederherstellen, die noch woanders wohnen oder auch weggezogen sind und an anderer Stelle in der Bundesrepublik einen Neuanfang suchen.
Bad Neuenahr, 8.2.2022
Friedemann Bach, Pfarrer

