Im Augenblick - Kunstgottesdienst

Zum Kunstgottesdienst Ende Oktober war die Malerin Helga von Jena, Mitglied der Gedok und des BBK Mannheim, selbst gekommen. 1995 wurde sie ausgezeichnet mit dem WeldeKunstpreis, ihre Werke sind in renommierten Kunstsammlungen vertreten. Für den Gottesdienst hat sie einige ihrer Gemälde und Zeichnungen in unserer Kirche versammelt.

Quelle: Jan Rohland

Kunsthistorikerin Aloisia Föllmer hat das Ringen der Künstlerin um die ungegenständliche, abstrakte Malerei beschrieben; und wie die Farben ihrer Gemälde Energie und Festigkeit ausstrahlen und das Weiß den Bildern Leichtigkeit verleiht. Die Gottesdienstbesucher konnten ebenfalls Zeichnungen in Augenschein nehmen, auf denen Helga von Jena festgehalten hat, was sie gesehen hat, denkt, wünscht und flieht. Inmitten der Coronapandemie sollten die Gemälde und Zeichnungen das Unbeschwerte stärken und die Freude am Ungeplanten und das Gegenwärtigsein im Augenblick.

Pfarrer Rohland hat in seiner Predigt über das Schemenhafte nachgedacht, das der blinde Bartimäus nach der Heilung mit seinen Augen sieht (Markus 10). Bartimäus rennt angesichts der vielen Eindrücke, Widersprüche und Zukunftssorgen nicht davon, sondern lebt im Hier und Jetzt. Er sieht mit Herz und Augen, wie alles kraftvoll Farbige aus dem Licht herauskommt und sich wieder mit dem Weiß verbindet.