Bericht Ökumenische Frauenfreizeit 2021

Am dritten September-Wochenende trafen sich 29 Frauen aus der Uckermark und aus Lützelsachsen zur 31. Frauenfreizeit.

Gruppe Frauenfreizeit

Quelle: Regina Oxenius

Zum Begrüßungsabend waren alle eingeladen, die sich mit unserer Partnergemeinde im Pfarrsprengel Schönfeld verbunden fühlen. Es war ein heiterer Abend mit vielen Erinnerungen und neuen Bekanntschaften. Mit dem gemeinsamen Lied „Kein schöner Land“ klang das erste Beisammensein seit zwei Jahren aus. Freitagvormittag ging die Fahrt los in die Lutherstadt Worms. Hier erwarteten uns schon zwei sehr engagierte Stadtführerinnen und präsentierten uns ihre zweitausend Jahre alte Stadt mit Witz und Charme. Nach dem Mittagessen am Rheinufer konnten wir bei Kaffee und Eis die Sonne genießen oder die Stadt auf eigene Faust erkunden. Am Nachmittag ging die Fahrt weiter zum Quartier im Kloster Neustadt. Vor dem Haus begrüßte uns schon unsere ehemalige Pfarrerin und Referentin Nicola Friedrich. Es gab ein großes Hallo! Abends stiegen wir mit einer Meditation zum vergangenen Tag in unser Thema „Zeit“ ein. Anschließend saßen wir noch lange zusammen und ließen den Tag gemütlich ausklingen.

Samstagvormittag stand ganz im Zeichen unseres Themas.

Kunstwerk Blumen mit Teelichter

Quelle: Regina Oxenius

Jede für sich sollte auf einer Scheibe einteilen, wie und mit was sie ihre Zeit in der Woche verbringt. Beim Austausch mit der Sitznachbarin ergaben sich erstaunliche Aspekte, denn manche hatten nach Tätigkeiten, andere nach Gefühlen oder anderen Kriterien die Zeit eingeteilt. Wichtig und immer wieder wertvoll auf unseren Freizeiten sind Gespräche in Kleingruppen. Anhand von zwei „Lieblingskarten“ tauschten sich bunt gemischte Gruppen von 5 Frauen darüber aus, warum genau diese Karten für sie etwas mit Zeit zu tun haben. Frau Friedrich hatte viele verschiedene Gegenstände und Tücher dabei für die nächste Aufgabe. Wir sollten gestalten, was das Thema „Meine Zeit steht in Deinen Händen“ für uns bedeutet. Dabei entstanden richtige Kunstwerke und die Erläuterungen dazu waren zum Teil sehr emotional.

Kunstwerk Tuch mit Steinen

Quelle: Regina Oxenius

Umrahmt und verbunden waren die Aufgaben mit schönen Liedern aus unserem Heft und stimmigen Texten und Gebeten. Nach dem Mittagessen ging es zu Fuß oder per Taxi nach Neustadt. Dort nahm uns die Goisemer Winzersfraa in Empfang und stellte die Kurpfälzisch-Kenntnisse unserer Gäste aus der Uckermark auf die Probe. Die informativ-lustige Stadtführung mit Ampel-Weinprinzessinnen endete bei Weck, Worscht und Woi. Für den Abend hatte das Orga-Team sich ein buntes Programm ausgedacht. Es gab Märchen, einen getanzten Segen und lustige Spiele – wobei allerdings erstmals unser CO2-Messgerät Alarm schlug. Eine Runde Lüften und ein Spiel, bei dem in Kleingruppen aus vorgegebenen „Zeit“- Wörtern sich etwas ausgedacht werden sollte, schafften Abhilfe. Beim anschließenden Vortrag der Ergebnisse kannte die Kreativität keine Grenzen. Vom Lied über Pantomime, Geschichte, Sketch bis zum Märchen war alles dabei. Der lustige Abend dauerte noch eine ganze Weile. Sonntagmorgen war Zeit, Wünsche, Sorgen und Dank mit einem Teelicht in die Andacht einzubringen, die mit einem abwechselnd gesprochenen Segen endete. In der anschließenden Abschlussrunde konnten wir austauschen, was uns gut und wertvoll war an dieser Freizeit. Außerdem hatten ein paar große Dankeschön hier ihren Platz – an unser Musikteam Sabine und Cordula, an unsere Referentin Nicola und natürlich an alle, die diese Freizeit mit vorbereitet und durchgeführt haben. Abends gab es nochmal ein Wiedersehen  mit Freunden aus der langen Zeit unserer Partnerschaft. Denn zum Frauengottesdienst kamen viele – sogar das Pfarrer-Ehepaar Friedrich nahm per Online-Übertragung teil. So schnell waren die Tage vergangen. Oder um es mit Michael Endes Momo zu sagen: Mitunter vergeht die Zeit wie ein Augenblick, je nachdem, was man erlebt. Denn Zeit ist Leben. Und das Leben wohnt im Herzen.
Wir freuen uns auf die nächste Freizeit!