Wie Gott aus Löwen Katzen macht

Andacht zum 25. April 2021

Kirche Lützelsachsen Altar

Quelle: Beate Preuss

Liebe Gemeinde! Liebe Kinder!

Daniel stammt aus Jerusalem. Jetzt lebt er in Babylon. Dort ist er fremd. Erst hat er die fremde Sprache gelernt. Später ist er ein Diener und Ratgeber des Königs geworden. Und Daniel hat eine Gabe. Etwas, was er gut konnte. Sicher könnt Ihr auch manches besonders gut. Daniel konnte … Träume deuten.

Ich weiß nicht, wie es Euch geht und Ihnen. Ganz viele Träume vergesse ich einfach so. Manchen Traum träum ich auch mehrmals. Und in einigen Träumen steckt auch etwas drin, das mich sehr beschäftigt. Schon in der Bibel steht, dass Gott im Traum Menschen etwas sagen kann.

Daniel war der beste Mitarbeiter des Königs von Babylon. Darum sollte Daniel noch mehr wichtige Aufgaben bekommen. Da waren die anderen Mitarbeiter ganz schlimm neidisch.
Sie wussten, dass Daniel drei Mal am Tag betet. Morgens, mittags und abends. Er kniete am offenen Fenster und hat mit Gott gesprochen. Was er sich vom Tag wünscht, was gut war, was nicht geklappt hat, worüber er sich gefreut hat.

Die anderen Mitarbeiter waren so neidisch, dass sie Daniel eine Falle gestellt haben. Ein Alptraum von einer Falle. Sie gingen zum König und sagten: »O, großer König. Wir finden, jeder soll nur dich anbeten. Und wer sich nicht daran hält, ja den sollen … die Löwen fressen.«
Und der König sagte: »Das gefällt mir. Alle Menschen im ganzen Land dürfen nur noch mich um etwas bitten. Und wer sich nicht daran hält, den sollen … die Löwen fressen.«

Ich finde die Geschichte von Daniel echt stark. Denn Daniel hatte keine Angst. Er wusste, Mut und Kraft bekomme ich bei Gott. Daniel hat heimlich gebetet. Beim Aufstehen, am Mittag und beim Schlafengehen. Er wollte mit Gott sprechen. Er hat ihm gesagt, wovor er Angst hat und was er sich wünscht.

Als die anderen hörten, wie Daniel betet, rieben sie sich die Hände und freuten sich. Sie liefen zum König und sagten: »Hast du nicht gesagt: ›Keiner darf beten?‹, sonst sollen ihn … die Löwen fressen?« »Daniel hat gebetet, Daniel hat gebetet.«

Da ist der König aber erschrocken. »Nein, nicht Daniel«, hat er gerufen. Der König hatte selber Angst. Denn er mochte Daniel. Er hat Daniel zugerufen: »Dein Gott, zu dem du betest, der soll dir jetzt helfen!«

Den Rest kennt Ihr. Daniel war in der Grube. Die Löwen mit ihren spitzen Zähnen schlichen um ihn herum. Doch Daniel hat in seiner Angst gebetet. Und Gott hat seinen Engel geschickt. Da waren die Löwen wie freundliche Katzen.

Am andern Morgen kam der König zu Daniel und war so froh, dass Gott Daniel geholfen hat. Darum hat der allen Menschen in seinem Land sagen lassen: »Das ist der lebendige Gott! Er lebt und rettet und hilft.«

Wenn ich Angst habe, dann denke ich manchmal an Daniel. Wenn ich Gott meine Sorgen sage, dann brauche ich nicht so viel Angst zu haben.

Ich stell mir meine Angst wie ein Löwe mit scharfen Zähnen vor. Und Gott streichelt meine Angst. Dann kann sie mir nicht gefährlich werden. Dann beißt sich nicht, sondern schnurrt wie eine freundliche Katze. Miau.

Amen.

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