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Lieblingslied "Tochter Zion"
Andacht zum 4. Advent 2020

Quelle: Beate Preuss
Tochter Zion war und ist mein Lieblingsadventslied. Nach den Novembersonntagen,Volkstrauertag, Buß- und Bettag, Totensonntag, kommt endlich der Advent und mit ihm dieses wunderbare Lied. Es ist, als würde der dunkle Novembervorhang einfach beiseitegeschoben.
Wenn ich diesem Lied eine Farbe zuordnen sollte, dann wäre das „Goldgelb“ sowie unser Herrnhuter Stern, vielleicht noch etwas strahlender.
Die Melodie stammt von Georg Friedrich Händel. Er komponierte sie für sein Oratorium Joshua . Später taucht sie auch in seinem Werk auf, das von der siegreichen Schlacht George II. gegen die Jakobiter handelt.
Ich könnte mir auch vorstellen, dass die Queen zu dieser Melodie in Westminster Abbey einzieht. Die Musik ist einfach majestätisch und wunderbar, und ehrlich gesagt: dazu passt kein ruhiger und besinnlicher Text.
So hat es wohl auch Friedrich Heinrich Ranke gesehen, der den adventlichen Text verfasste. Die drei Strophen sprühen nur so von Vorfreude, und der Aufforderung zum Jubeln. Auch bei ihm handelt es sich um einen König, aber nicht um einen kriegerischen und herrischen König.
Nein, er spricht von einem König, der sanft und mild ist, der ein Friedfürst ist, und den wir mit offenen Armen empfangen sollen. Dieser König hat nicht nur ein Königreich, nein er ist der Herrscher über alle Königreiche dieser Erde. Und diese Herrschaft ist für die Ewigkeit.
Und die große Überraschung, er ist kein strahlender Held im herkömmlichen Sinne, dieser König ist ein kleines Kind, das in einem Stall geboren wurde und das in einer Futterkrippe liegt.
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Quelle: Christiane Bylitza

