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Jona und Ninive
Sommerandachtsreihe Teil 3

Quelle: Dorothea Rohland
Jona steht am Strand. Er hat eine Odyssee und einen gewaltigen Strudel an Gefühlen hinter sich. Erst war er auf dem Schiff mit dem Ziel „Ende der Welt“. Dann ein heftiger Sturm, tiefes Meer, großer Fisch. Drei Tage zwischen Leben und Tod. Dann stand er am Strand. Nasse Füße im trockenen Sand.
Er hört eine Stimme: Mache dich auf nach Ninive. Und Jona? Er geht. Er geht zur großen gewaltigen Stadt Ninive. Die ist so groß, dass man drei Tage braucht, um von einem Ende zu anderen zu gehen. Eine gewaltige Stadt.
Und Jona tastet sich vor – in die Stadt, in der Gewalt herrscht und Unrecht. Kurz hinter der Stadtmauer predigt er in Ninive. Und Jona spürt: Hier herrscht Unrecht an Menschen und Tieren, an Frauen und Männern, an Kindern und zwischen Arm und Reich. Die Starken nehmen sich, was sie kriegen können. Die Mächtigen beuten aus, was zu holen ist. Überall Menschen, um die sich niemand kümmert. Eine Stadt, die mächtig pulsiert und in der dennoch ein Hauch von Tod und Verzweiflung weht.
Und Jona geht eine Tagesreise hinein und wiederholt die Worte, die er ausrichten soll: „Es sind noch vierzig Tage, dann wird Ninive untergehen.“
Erschrockene Augen schauen ihn an. Vor diesem Moment ist er davongelaufen. Er ahnt nicht, dass sich die Herzen bewegen lassen. Er hofft auf Gott und betet, dass er mit heiler Haut davon kommt.
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Quelle: J. Rohland

