Vorbereiten:
- für jeden Zuhörer ein Blatt Papier (DIN A4)
- eine Schere
- eine Bibel oder der Bibeltext www.die-bibel.de aus Johannes 19 ab Vers 17
- ein Blatt schwarzer Tonkarton oder eine andere dunkle / schwarze Unterlage (nicht zwingend notwendig, erhöht aber den Effekt beim Erzählen)
- Alle setzen sich zusammen und lesen die folgende Geschichte
Erzählen: Das Kreuz des Armeniers
Es geschah vor sehr langer Zeit. Wahrscheinlich um das Jahr 1910. In dem Land Armenien lebten nur wenige Christen, denn sie wurden unterdrückt und verfolgt.
Eines Tages wurde ein Mann - nennen wir ihn Barak - verhaftet und in ein Gefängnis gesperrt. Er war für seine freundliche Art und seine Klugheit bekannt. Doch nun saß er in einer Gefängniszelle. "Wenn du ein Christ bist, musst du sterben", sagten die Gefängniswärter. "Löse dich von deinem Glauben und sage deinem Glauben ab, denn dann kommst du wieder raus und wirst leben!" Aber Barak schüttelte immer wieder den Kopf. Lieber wollte er sterben, als seinen Herrn, Jesus, zu verraten. Zu Hause hatte er ein kleines Holzkreuz an der Wand hängen. Es war sehr mutig ein Kreuz zu haben, verriet es doch, an wen man glaubte. Jetzt hatte die Geheimpolizei dieses Kreuz gefunden und sein Todesurteil damit besiegelt.
Das Urteil wurde dann am nächsten Tag endgültig gesprochen. "Wenn du deinem Glauben an Christus nicht abschwörst, dann musst du sterben", rief der Richter. "Schwörst du ab?" "Nein", antwortete Barak. "Dann verurteile ich dich zum Tod." Verständnislos und verächtlich fügte der Richter hinzu, "Und das alles wegen diesem lächerlichen kleinen Holzkreuz. Wie kann ein kluger, freundlicher und so angesehener Mann, nur an einen gekreuzigten Gott glauben?" Barak antwortete: "Ich glaube an ihn, denn er hat für meine Schuld bezahlt und er lebt, denn ich spreche jeden Tag mit ihm!" Als der Richter das hörte, geriet er in Wut und ließ Barak in seine Zelle abführen.
Der Richter konnte nicht verstehen, warum jemand so hartnäckig an diesem Kreuz hing. Er hätte abschwören können und seinen Glauben für sich leben können. "Ein Schnitt - und sein Kopf ist ab. Und trotzdem lässt er sein Kreuz nicht los!" Der Richter legte das Papier mit der Verurteilung auf den Tisch und grinste. "Ja", sagte er leise zu sich selbst, "diesen Spaß gönn' ich mir." Er nahm das Papier und eilte ins Gefängnis. Barak war verwundert, als plötzlich der Richter in seiner Zelle stand. Seine Hinrichtung sollte doch erst morgen sein.
Da erklärte ihm der Richter: "Weil du deinen Glauben nicht ablegen möchtest, riskierst du, dass dir der Kopf mit einem Schnitt abgehauen wird. Und das alles nur wegen deinem Kreuz. Ich gebe dir eine Chance. Hier hast du ein Blatt Papier und dazu eine Schere. Wenn du mir morgen früh mit einem einzigen geraden Schnitt ein Kreuz aus diesem Papier machen kannst, schenke ich dir das Leben. Barak begann zu grübeln, zu falten und zu beten. Ein Kreuz – mit nur einem Schnitt, der Richter erlaubte sich einen Scherz, machte sich über ihn lustig. Oder?
Barak sah das Blatt an, dachte stundenlang nach, begann irgendwann das Blatt zu falten. Draußen wurde es schon hell. Gespannt wartete Barak bis sich die Zellentür öffnete und der Richter eintrat: "Und?" Barak nahm das Papier, faltete es hin und her, ergriff die Schere, tat einen einzigen geraden Schnitt und faltete das Papier wieder auseinander.
Nachmachen:
- an dieser Stelle wird das Papier verteilt und alle können es nun selbst versuchen
- Das Ziel: das Papier so falten, dass mit einem Schnitt ein Kreuz entsteht
- mit dem richtigen Ergebnis kann der Erzähler dann die Ereignisse der Kreuzigung nacherzählen. Siehe Auflösung: Schritt G
- Für einen besonderen Effekt platziert man die weißen Papierteile auf einem dunklen / schwarzen Untergrund
Wir wünschen allen eine gute Zeit mit dieser Aufgabe und freuen uns, wenn Sie uns Ihr Ergebnis als Foto zuschicken. Wir stellen die eingesendeten Ergebnisse dann auf unserer Homepage online.
In der angehängten PDF-Datei können Sie nochmals die Anleitung, aber auch die Auflösung nachlesen.

