SOLI DEO GLORIA – Gott allein die Ehre

Jubiläumsabend des evangelischen Kirchenchors

SOLI DEO GLORIA – Gott allein die Ehre

Jubiläumsabend Des evangelischen Kirchenchors Lützelsachsen

am Samstag, 14. Juli, 19 Uhr, in der evangelischen Kirche

 

Jubiläumsabend des Evanglischen Kirchenchors  2018

Quelle: Jürgen Stausberg

Mit bekannten Kantatensätzen und vertrauten Chorälen von J.S. Bach beging unser Kirchenchor sein 135-jähriges Jubiläum in einer musikalischen Feierstunde und würdigte auf diese Weise auch das einmalige Werk des großen Meisters barocker Kirchenmusik, dessen Geburtstag sich im Jubiläumsjahr zum 333. Male jährte.

So wie Bach „SDG“ (Soli Deo Gloria – Gott allein die Ehre) unter seine Werke schrieb, gilt dieses Motto seit 1883 auch für das Wirken unseres Evangelischen Kirchenchors.

Ein buntes „Leipziger Allerlei“ von 14 Kompositionen aus seiner Zeit als Thomaskantor in Leipzig, also ab 1723, prägten das abwechslungsreiche Programm.

Zwei Violinen, einfühlsam und ausdrucksstark gespielt von Anito Soltesz-Schaden und Christiane Wojciechowski-Nack, setzten markante instrumentale Schwergewichte, während die Orgel, gespielt von Hans Jochen Braunstein, den Chorgesang eher zurückhaltend begleitete.

Im ersten Teil erklangen Jubelgesänge zur Lobpreisung Gottes, beginnend mit „Jauchzet Gott in allen Landen“, gefolgt von „Dir, dir, Jehova, will ich singen“, „Psallite Deo“ und anderen; der Mittelteil war getragen vom Thema „Gottvertrauen“, das - wie man erfuhr – die Menschen dieser von Unglück, Krankheit und Tod gezeichneten Zeit und besonders auch Bach in eigener Betroffenheit immer wieder auf eine harte Probe gestellt hatte. In diesem Choralzyklus erklangen u.a. “Schaff´s mit mir Gott“, „Was Gott tut, das ist wohlgetan“ oder „Wohl mir, dass ich Jesum habe“. Die letzte Gruppe bildeten die beliebten Abendlieder „Nun ruhen alle Wälder“ und „Der lieben Sonne Licht und Pracht“.

Chorleiter Martin Lehr gelang es, die Zuhörer mit seiner lebhaften und informativen Moderation zu fesseln und zum Mitsingen zu begeistern. Neben dem Chorgesang war es eine kleine, kurzweilige, mit Anekdoten gespickte Geschichtsstunde, sehr anschaulich, als J.S. Bach selbst in festlicher Barockgarderobe und Perücke eintrat, verkörpert durch Professor Ottmar Schott, der dann leicht „sächselnd“ über das Feiern bei den Bachs plauderte. Trotz aller Anfechtungen war Lebensfreude offensichtlich kein Fremdwort. Der Besuch des alten Herrn ging nicht zu Ende, ohne eines seiner Werke, „Nun lasst uns Gott, den Herren“, selbst dirigiert zu haben.

So wie es begonnen hatte, so klang die Doppel-Jubiläumsfeier aus, mit Lob und Dank gemäß dem Leitgedanken „Soli Deo Gloria“, majestätisch-strahlend zum Ausdruck gebracht in den Choral- und Kantatensätzen „Gloria sei dir gesungen“ und „Nun danket alle Gott“, der letzte Gesang unter Einbindung der Gemeinde und aller Instrumente.

Die Zuhörer dankten es mit anhaltendem Applaus. Chorobfrau, Christiane Bylitza, gab den Dank weiter an alle Beteiligten, besonders an Chorleiter Martin Lehr, Ideengeber, Gestalter und Hauptverantwortlicher dieses Abends, vergaß aber auch nicht, ein Kompliment an die Gemeinde zu richten dafür, dass sie so freudig beim allgemeinen Gesang eingestimmt hatte.

Anlage

Foto: Stausberg