Serenaden Abend

Chorleiter Daniel Cromm nimmt Abschied

Serenadenabend von Höke

Quelle: Dr. Hartmut Höke

Nach dem vorausgegangenen Abschiedsgottesdienst am 16.07.2017 verabschiedete sich unser Chorleiter mit einem kleinen stimmungsvollen Serenadenkonzert weltlich-romantischer Melodien von Mendelssohn-Bartholdy, Clara Schumann und Mozart, kräftig unterstützt durch den Kirchenchor, der sehr gut vertreten war, sowie durch die Sopranistin, Carmen Buchert, die uns keine Unbekannte mehr war.

Der Besucherstrom hielt sich in Grenzen, leider. Pfr. Rohland hob in seiner Begrüßung die besondere Rolle des Kirchengesangs für den Glauben und den Zusammenhalt der Kirche hervor, indem er die dritten Strophe aus einem Loblied zitierte („Ich lobe dich von ganzer Seelen...“, F.K. Hiller, EG 250): „Du, Gott, hast dir aus vielen Zungen der Völker eine Kirch gemacht, darin dein Lob dir wird gesungen...“.

Den Gesangsteil leitete der Chor ein mit „Morgengebet“ (J. v. Eichendorff, 1788-1857) und „Lerchengesang“ (L. Uhland, 1787-1862), beide vertont von F. Mendelssohn-Bartholdy (1809-1847), gefolgt von „Nun fanget an, ein guts Liedlein zu singen“ (von H.L.Hassler, 1564-1612). C. Buchert präsentierte danach „Die stille Lotusblume“ (von Clara Schumann, 1819-1896). Der Frauenchor sang eine Kanonversion von „Geh aus mein Herz“ (H.-B. Braun, *1950). Den zentralen Teil der Vorstellung bildete die dann folgende Klaviersonate B-Dur zu vier Händen von W.A. Mozart (1756-1791), gespielt von C. Buchert und D. Cromm. C. Buchert ließ danach noch einmal ihren hellen und getragenen Sopran erklingen mit einem Abendlied von Clara Schumann, „Der Mond kommt still gegangen“. Mit einem weiteren von Mendelssohn komponierten Gedicht von Eichendorff, „Abschied vom Walde“, beschloss der Chor den musikalischen Reigen.

Danach gab D. Cromm einen Rückblick auf seine erfolgreiche Studienzeit in Heidelberg und seine Chorleitertätigkeit hier bei uns, beides ja sehr eng miteinander verknüpft. Dieser sehr intensiven Zeit in Lützelsachsen messe er eine große Bedeutung bei, er nehme viel neue Erfahrungen aus dieser Praxis mit, und insbesondere habe die Chor- und Gemeindearbeit ihn weiter darin bestärkt, in der Vermittlung der Kirchenmusik seine Lebensaufgabe zu sehen. Anschließend verlas Chorobfrau Bylitza die Abschiedsrede und Laudatio anstelle von Frau Heinsch-Stausberg, die selber nicht dabei sein konnte. Sie brachte – humorvoll Stärken und Schwächen abwägend – ihre hohe Wertschätzung für Herrn Cromms großes Stehvermögen und seine teils experimentierfreudige und zielstrebige Chorarbeit zum Ausdruck. Davon habe letztlich auch der Chor profitiert. Chorobfrau Bylitza schloss sich dieser Würdigung mit eigenen lebhaften Worten an.

Frau Hellmann meldete sich noch in besonderer Mission und überreichte als Abschiedsgruß ein kleines aber feines Fotoalbum mit den gesammelten persönlichen Beiträgen der Chormitglieder in Wort und Bild.

Nach den Gesangs- und Klaviervorträgen und den Ansprachen unterhielt man sich angeregt bei Speis und Trank und freute sich an einem Buffet, reichlich und liebevoll angerichtet von unseren Chorfrauen. Ganz herzlicher Dank an alle, die zum Gelingen des Abends beigetragen haben!