Charlie Chaplin trifft "Fremde.Heimat"

„Flucht und Migration in Kunst und Kultur“ - so könnte das Motto über dieser außergewöhnlichen Veranstaltung heißen. Am Samstag, 11. Februar 2017 findet in der Evangelischen Kirche Lützelsachsen um 18 Uhr ein Orgel-Stummfilm-Konzert in Kombination mit einer Ausstellung statt.

An einem „Kirchenkino“-Abend begleitet Han Kyong Park-Oelert improvisierend zwei Charlie Chaplin-Stummfilme zu den Themen Migration und Flucht. Gezeigt werden „The Immigrant“ aus dem Jahr 1917 und „The Vagabond“ aus dem Jahr 1916. Die Dekanatskantorin aus Rimbach lässt sich dabei sowohl von den einzelnen Filmszenen als auch von den Reaktionen des Publikums inspirieren. Man darf gespannt sein.

Neben dem Ohrenschmaus gibt es auch etwas für die Augen: In der Ausstellung „Fremde.Heimat allerorten“ werden Porträts gezeigt von 16 Menschen, die heute an der Bergstraße leben. Nach Flucht oder Vertreibung „aus aller Herren Länder“ haben sie hier erst seit Kurzem oder schon seit vielen Jahren eine neue Heimat gefunden. Berndt Biewendt und Sabine Allmenröder aus dem Evang. Dekanat Bergstraße haben Flüchtlinge aus Afghanistan, Iran, Irak, Syrien, Kosovo, Sudan, Eritrea oder Somalia, aber auch Menschen, die als Kriegs- oder Heimatvertriebene, Spätaussiedler oder DDR-Flüchtlinge bereits vor vielen Jahren nach Deutschland kamen interviewt. In den entstandenen Bild-Unterschriften erzählen die Betroffenen einerseits von ihren Fluchterfahrungen, andererseits von ihren Schwierigkeiten und ihrem Glück beim Aufbau einer neuen Existenz.

Die Veranstaltung findet bei freiem Eintritt statt. Am Ausgang erbitten die Veranstalter (Ev. Kirchengemeinde Lützelsachsen sowie Ev. Kirchenbezirksbeauftragte für Flucht und Migration Margit Rothe) um eine Spende. (ro)