Reise des ev. Frauenvereins in die Normandie 2016

„Eine Fahrt zu „Cathedralen“, Cidre, Calvados und Camembert“

In der zweiten Maihälfte unternahmen Mitglieder und Gäste des Ev. Frauenvereines Lützelsachsen eine Fahrt in die Normandie zu den vielfältigen Sehenswürdigkeiten dieser nordfranzösischen Landschaft.

Teilnehmer Normandiereise

Quelle: Ev. Frauenverein

Erstes Ziel war die Kleinstadt Laon mit einer der frühesten gotischen Kathedralen, von deren Türmen 16 lebensgroße Ochsen auf die Betrachter schauen, welche die Größe und Vielfalt dieses Bauwerkes bestaunen. Noch am selben Tag konnte dieser erste Eindruck beim Besuch einer der größten gotischen Kirchen in Amiens gesteigert werden: Mit 145 m Länge und einer Chorhöhe von fast 43 Metern ist sie ein Gigant unter den gotischen Kathedralen. Innen und außen reich dekoriert, hinterließ dieser Besuch einen tiefen Eindruck.

Weiter ging es in die Hauptstadt der Normandie, Rouen. Wunderschön und idyllisch zeigte sich die Altstadt mit ihren Fachwerkhäusern und prächtigen gotischen Kirchen, sei es die Kathedrale, in der die normannischen Herzöge begraben liegen, oder St. Quenn mit seiner großen Orgel oder der Bischofspalast, in dem Jeanne d’Arc zum Tod verurteilt wurde.

Über die imposante Hängebrücke über die Seine erreichte man das alte Fischerstädtchen Honfleur, in dem die Fischer ihren frischen Fang an die Interessenten verkauften, Um den Hafen herum bilden die Häuser eine lange Theke von Restaurants. Idyllisch die Fahrt entlang der Blumenküste nach Deauville, wo man die mondänen Villen und das Spielkasino bewundern und am Strand promenieren konnte.

Die nächsten Ziele waren Caen mit seiner imposanten Burg, die William der Eroberer vor seiner Invasion nach England erbauen ließ. Trotz heftiger Zerstörungen im 2. Weltkrieg wurde die Stadt wieder restauriert, was auch für die zahlreichen Kirchen gilt. Das Gegenstück zu Caen bildet die Stadt Bayeux mit ihrem weltberühmten Stickteppich aus dem 11. Jahrhundert, auf dem die Eroberung Englands durch dier Normannen dokumentiert ist.

Ein  Gang über den herrlichen Wochenmarkt zeigte den Besuchern, was „Savoir vivre“ in Frankreich heißt. Bayeux ist an der sogenannten Invasionsküste der einzge Ort, der unzerstört blieb, das bewahrte den idyllischen Charakter dieser Kleinstadt.

Unmittalbar erleben konnte man die alliierte Invasion 1944 entlang des Küstenstreifens bis fast nach Le Havre, wo die Reste von Pontons immer noch aus dem Wasser ragen – von hier aus verlief die größte Militäroperation der Kriegsgeschichte überhaupt.

Besonders beeindrucken war der Besuch auf dem Mont St. Michel, einem der touristischen Highlights in Frankreich. Überwältigend die Architektur über fünf „Stockwerke bis hinauf zu der alles überragenden Kathedrale.

Aber auch die Landschaft in der Normandie wurde wahrgenommen: Vorbei an einem der größten Gezeitenkraftwerke Frankreichs ging es zum stürmischen Cap Frehel  und der in einer herrlichen Landschaft gelegenen Kleinstadt Dinand.

In einer Calvados Destilliere hatten sich die Besucher über die diversen Verwendungen der normannischen Äpfel kundig gemacht, sei es in Cidre- oder Calvados Varianten – die drei „C“s der Normandie fanden ihre Umsetzung in einigen Picknicks unterwegs.

Der Besuch von Le Mans barg einige Überraschungen: Bekannt durch das große Autorennen weiß man wenig über den Ort selbst, der mit einer großen gallorömischen Mauer umgeben ist und eine außergewöhnlich schöne gotische Kathedrale besitzt.

Am Rückfahrtag galt der letzte Besuch einer der bedeutendsten Kathedralen, dem Juwel in Chartres: In einer überaus kundigen Führung wurden die herrlichen Kirchenfenster aus der Zeit der Gotik erklärt.

Voller guter und interessanter Eindrücke trat man dann über Paris und Metz die Heimreise an. Die Vorsitzende, Jutta Schmitt-Langer dankte Michael. und Bettina. Schirpf für die gelungene Organisation und Durchführung der schönen und beeindruckenden  Reise in das „Land der großen gotischen Kathedralen“.